Berlin - Alexanderplatz

Weltzeituhr | Fernsehturm

Alexanderplatz

Foto: Alexanderplatz

Der Alexanderplatz in Berlin Mitte, auch kurz Alex genannt, ist seit über 200 Jahren einer der bekanntesten und wichtigsten Orte in Berlin. Nicht nur durch den Roman von Alfred Döblin.1805 von König Friedrich Wilhelm III. anlässlich des Besuches von Zar Alexander aus Russland in Alexanderplatz umbenannt, stellte er einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar.

Bereits 1847 gab es von Pferden gezogene Omnibusse, die im Viertelstundentakt zum Potsdamer Platz fuhren. Zu dieser Zeit ragten bereits viele Gebäude vierstöckig in die Höhe, bald sogar fünfstöckig, was ein Novum in dieser Zeit war. Während der 1880er Jahre entstand dort nicht nur das Grand Hotel im Neo- Renaissance Stil, sondern auch der Berliner Stadtbahnhof. Anfang des 20. Jahrhunderts blühte der Alexanderplatz immer mehr auf. Das erste deutsche Kabarett wurde gegründet, große Einkaufshäuser wurden eröffnet und die Haltestelle für die drei U-Bahnlinien wurde gebaut.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Ruinen des Platzes zum Umschlagplatz des Schwarzmarktes. Während der Teilung Berlins wurde der Alexanderplatz durch die sozialistische Stadtplanung nach dem Vorbild Moskaus umgestaltet. 1964 wurde der Fernsehturm gebaut, der zu dieser Zeit mit 365 Metern der zweithöchste Fernsehturm der Welt war und bis heute eines der Wahrzeichen Berlins ist. Für Besucher bietet der Turm zwei Ebenen zur Begehung. Per Aufzug kann man entweder in die auf 203 Höhenmeter gelegene Panoramaplattform. Oder man fährt ein Stockwerk höher und geht in das sich drehende Telecafé.

Zusammen mit Errichtung des Turms wurde auch das Areal um ihn herum zu einer großen Freifläche mit Springbrunnen, Bäumen und Blumenbeeten. Auch die als Treffpunkt sehr beliebte Urania-Weltzeit Uhr wurde zu dieser Zeit (1969) aufgestellt. Die 16 Tonnen schwere Uhr zeigt die 24 Zeitzonen auf einem Ring mit 24 Ecken auf denen jeweils wichtige Städte verzeichnet sind, die in dieser Zeitzone liegen. Innerhalb des Rings dreht sich ein Stundenring, so dass man immer die Uhrzeit in jeder Zeitzone lesen kann. Über der Uhr selbst ist eine Darstellung unseres Sonnensystems angebracht, welches sich einmal pro Minute um sich dreht. Angetrieben wird die Uhr von einem umgebauten Trabant Auto Getriebe, welches sich zwei Meter unter der Erde befindet.

Nach der Wende wurde der Alexanderplatz nach Plänen des Berliner Architekten Hans Kollhoff umgebaut. Die Kosten der gesamten Umgestaltung belaufen sich auf 8, 7 Millionen Euro. Davon wurde unter anderem das „Alexa“ Einkaufszentrum gebaut, sowie das Geschäftshaus „die mitte“. Obwohl der Alexanderplatz weder ein harmonisches noch ein einheitliches Bild ergibt, ist er als zentraler Treffpunkt und Anlaufpunkt für Touristen äußerst beliebt. Täglich strömen etwa einhunderttausend Menschen über den Platz. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Berlin - Alexanderplatz

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