Berlin - Holocaust - Mahnmal

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Holocaust - Mahnmal

Foto:Holocaust - Mahnmal

Das Holocaust-Mahnmal (offiziell: Denkmal für die ermordeten Juden Europas) befindet sich ganz in der Nähe des Brandenburger Tors und soll den jüdischen Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschine gedenken. Die Gedenkstätte nach dem Plan von Peter Eisenman erstreckt sich auf rund 19.000 Quadratmetern und kostete fast 28 Millionen Euro.

Das Mahnmal zeichnet sich durch seine 2711 Betonquader, sog. Stelen, aus, die mit verschiedener Höhe (von ebenerdig bis knapp 5 Meter) in zwei parallelen Reihen aufgestellt sind. Hinzu kommt der Ort der Information, ein 930 Quadratmeter großes unterirdisches Museum, welches eine Liste aller bekannten Namen von ermordeten Juden enthält und in Ausstellungsräumen Informationen über die Verbrechen der Nationalsozialisten gibt. Über die Jahre hinweg haben sich verschiedenen Deutungsversuche und Vermutungen angesammelt, um die Idee des Mahnmals zu erklären.

Eine der wahrscheinlichsten Theorien besagt, dass die Betonquader an Särge erinnern sollen und ihre graue Farbe an die Asche verbrannter Toter. Hinzu kommt dass der abfallende, wellenförmige Boden bei Besuchern ein Gefühl der Verunsicherung und des Unbehagens auslösen soll. Architekt Eisenman selbst bezeichnete das Mahnmal als „Ort ohne Bedeutung“, da seiner Meinung nach kein traditionelles Mittel der Repräsentation in der Lage ist, Ausmaß und Größe des Holocausts angemessen wiederzugeben. Für ihn stellt sein Konzept eine neue Art der Erinnerung da, fernab von Nostalgie. 2007 erhielt die Gedenkstätte den Institute Honor Award des American Instutite of Architects, den höchstangesehendsten Architekturpreis der USA. Bereits im ersten Jahr besichtigten über 3,5 Millionen Menschen das Mahnmal. Der „Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“ organisiert regelmäßig unterschiedliche Veranstaltungen. So finden Sonderausstellungen (z.B. zur Bücherverbrennung), ein Kinderspendenlauf, Konzerte oder Lesungen statt. Zusätzlich bietet der Förderverein Führungen durch das Mahnmal Areal an. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Berlin - Holocaust - Mahnmal

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