Berlin - Museumsinsel

Weltkulturerbe Museumsinsel Berlin

Museumsinsel

Foto:Museumsinsel Berlin

Auf der nördlichen Spitze der Spreeinsel liegt mitten im Zentrum der Stadt die Berliner Museumsinsel. Das Ensemble aus fünf Museen wurde 1990 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Im 17. Jahrhundert wurde der nördliche Teil der Spreeinsel durch Bau des Kupfergrabens entwässert und so als Parkanlage und Lustgarten nutzbar gemacht.

Als erster Museumsbau entstand das „Alte Museum“, Preußens erstes für Bürger öffentlich zugängliches Museum. Ursprünglich unter dem Namen „Königliches Museum“ bekannt, wurde es unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel 1825 nach antikem Vorbild im klassizistischen Stil erbaut. Das Gebäude besitzt eine Länge von 87 Metern und eine Breite von 55 Metern. Stilprägend ist die auffällige Säulenfront in antiker Tradition, über denen achtzehn Adler aus Sandstein thronen. An beiden Seiten der Eingangstreppe befinden sich große Reiterskulpturen, einmal die „kämpfende Amazone“ rechts und einmal der „Löwenkämpfer“ auf der linken Seite. Wie so viele alte Gebäude wurde auch das Alte Museum während des Zweiten Weltkriegs durch Bombardierung stark beschädigt. Von 1951 bis 1966 wurde es jedoch als erstes Museum der Insel nahezu originalgetreu wieder aufgebaut. Die Exponate im Alten Museum stellen eine Antikensammlung dar, wobei im Erdgeschoss eine feste Ausstellung zu sehen ist und im Obergeschoss wechselnde Sonderausstellungen zu finden sind.

Lediglich durch die Bodestraße getrennt steht neben dem Alten Museum der Bau des „Neuen Museums“, auch wegen seiner Ausstellungstücke „Ägyptisches Museum“ genannt. Ursprünglich war das Neue Museum nur als Erweiterungsbau für das Alte Museum gedacht, welches nicht mehr ausreichend Platz für die ständig wachsende Zahl an Exponaten besaß. Daher ähnelt es in seiner Architektur auch dem Alten Museum von K. F. Schinkel, nicht zuletzt da das Neue Museum von Friedrich August Stüler, einem Schüler Schinkels, erdacht und gebaut wurde. Das rechteckige, 105 Meter lange und 40 Meter breite Gebäude war früher durch einen Verbindungsgang sogar mit dem Alten Museum verbunden. Diese Verbindungsgalerie wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Ähnlich wie sein älteres Vorbild orientiert sich das Neue Museum an der Architektur der Antike. Passend zu den Exponaten wurde jedoch ein ägyptischer und ein griechischer Innenhof errichtet. Durch eine besondere Eisenkonstruktion konnte Stüler so bei ungefähr gleicher Höhe wie das Alte Museum eine dritte Etage einbauen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg dauerte es bis 1986 bis das Neue Museum rekonstruiert wurde. Heute enthält das Neue Museum das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung mit der berühmten und umstritten Büste der Nofretete und das Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Als drittes befindet sich die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel. Das 1876 erbaute Gebäude zeigt die wichtigsten Gemälde des 19. Jahrhunderts. Darunter befinden sich etwa Werke von Caspar David Friedrich, Edouard Manet, Claude Monet, Paul Cezanne und Max Liebermann.

Das Bode Museum, 1904 noch als Kaiser-Friedrich Museum eröffnet, hat sich dagegen der Skulpturenkunst, der Byzantischen Kunst und der Münzsammlung verschrieben. Das wohl bekannteste Museum auf der Museumsinsel ist das Pergamonmuseum. Neben dem namensgebenden Pergamonaltar befindet sich darin auch eine Sammlung nachantiker deutscher Kunst, eine vorderasiatische Abteilung und das Islamische Museum, mit einer größten Sammlungen islamischer Kunst. Zu den kostbarsten Exponaten gehören die Mschatta-Fassade, das Aleppo Zimmer und die Kuppel aus der Alhambra. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Berlin - Museumsinsel

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