Dresden - Brühlsche Terrasse

Ein architektonisches Ensemble

Kunstakademie Dresden - Brühlsche Terrasse

Kunstakademie Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse in Dresden ist ein architektonisches Ensemble, welche in der Altstadt liegt. Die Brühlsche Terrasse erstreckt sich über etwa 500 Meter entlang der Elbe zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke.

Seit Begin des 19. Jahrhunderts trägt das Ensemble den Beinamen Balkon Europas. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Brühlsche Terrasse als Teil der Befestigungsanlagen errichtet. Der Name geht zurück auf Heinrich von Brühl, welcher auf der Festungsanlage durch Johann Christoph Knöffel die sogenannten Brühlschen Herrlichkeiten (Galerie, Bibliothek, Belvedere, Palais und Gartenanlage) errichten ließ. Durch die Bebauung verlor die Terrasse jedoch schließlich ihre militärische Bedeutung.

Im Jahr 1814 durch Fürst Nikolai Grigorjewitsch Repnin-Wolkonski der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wurde der Architekt Gottlob Friedrich Thormeyer mit dem Bau einer Freitreppe beauftragt. Im Jahr 1843 wurde durch den Architekten Woldemar Hermann ein Zugang zur besseren Erreichbarkeit der Terrasse von der großen Fischergasse (ab 1849 Münzgasse) aus geschaffen und 1890/94 ein weiterer vom Georg-Treu-Platz. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die alten, originalen Brühlschen Bauten durch die heutigen ersetzt.

An der Südseite der Brühlschen Terrasse stehen mehrere öffentliche Gebäuden und Museen. Am westlichen Teil an der Freitreppe befindet sich das Sächsische Ständehaus von Paul Wallot, welches 1900 erbaut wurde. Um für das Ständehaus den nötigen Platz zu schaffen musste das Palais Brühl und das Fürstenbergsche Haus weichen. An das Ständehaus schließt sich die Sekundogenitur an, sie wurde 1897 an der Stelle der Brühlschen Bibliothek errichtet.

Eines der wichtigsten Gebäude in Dresden ist die Hochschule für Bildende Künste, die in östlicher Richtung liegt und die als Sitz des Sächsischen Kunstvereins und der Kunstakademie 1897 an Stelle der Brühlschen Galerie errichtet wurde. Neben der Akademie schleißt sich das renovierte Albertinum (ehem. Zeughaus) an. Auf der Ostseite der Terrasse, der Jungfernbastei, befinden sich auf dem Belvederehügel in einer kleinen Parkanlage Reste des Brühlschen Gartens. Den östlichen Abschluss bilden der Bärenzwinger und das Hofgärtnerhaus.

Die Brühlsche Terrasse ist mit zahlreichen Büsten, Statuen und Denkmälern bestückt. Darunter befindet sich u.a. eine Büste Ernst Rietschels, ein Denkmal für Gottfried Semper, ein Denkmal für Caspar David Friedrich und ein Planetensystem aus Bronze. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Dresden - Brühlsche Terrasse

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