Dresden - Grünes Gewölbe

Staatliche Kunstsammlung Dresden

Grünes Gewölbe -   Staatliche Kunstsammlung Dresden

Grünes Gewölbe Dresden

Als Teil der Staatlichen Kunstsammlung Dresden bietet das Grüne Gewölbe eine spannende Reise in die Vergangenheit. Die Schatzkammer, die einst im Besitz Wettiner Fürsten war und zu einer der reichsten Sammlungen Europas gehört, umspannt eine breite Palette von Gegenstände und Ausstellungsstücken von der Renaissance bis zum Klassizismus. Schon früher wusste das Grüne Gewölbe seine Besucher zu begeistern, doch seit der historische und der neue Teil des Gewölbes 2006 und 2004 wiedereröffnet wurden ist die Anziehungskraft der Kammer sogar noch gestiegen.

Mehr als drei Millionen Menschen ließen sich von den Schätzen auf insgesamt 4000 Quadratmetern berauschen. Im Historischen Grünen Gewölbe befindet sich an die 3000 Gegenstände aus den Händen verschiedenster Meister der Juwelier- und Goldschmiedekunst. Weiterhin versetzen seltene Stücke aus Elfenbein, Bernstein und Bronze jeden Besucher in Staunen. Dies alles präsentiert sich in der beeindruckenden Rekonstruktion der barocken Schatzkammer von August dem Starken. Die beiden Höhepunkte der Ausstellung stellen zweifelsfrei die von August so sehr geliebten kleinen Pretiosen und das Juwelenzimmer, welches den Schmuck der Fürsten des 18. Jahrhunderts aufzeigt.

Neues Grünes Gewölbe

Aber auch im Neuen Grünen Gewölbe gibt es viele Besonderheiten zu entdecken. Zeitgenössische Exponate aus drei Jahrhunderten präsentieren sich hier der Öffentlichkeit. Im Gegensatz zu seinem historischen Partner, welcher durch die prachtvolle Kombination von Raumdesign und Gegenständen wirkt, konzentriert sich das Neue Grüne Gewölbe ganz auf die Exponate selbst. Der neue Teil des Grünen Gewölbes besteht aus zwölf unterschiedlichen Räumen, in denen über 1000 Objekte ausgestellt werden. So werden beispielsweise im Mikrokabinett Kleinstschnitzereien aus Elfenbein vorgestellt, unter anderem der berühmte Kirschkern mit den 185 Angesichtern. Im Dinglinger Saal präsentieren sich die Goldkunstwerte des Hofgoldschmieds Johann Melchior Dinglinger.

Und schließlich im zwölften Raum, dem Watzdorf-Kabinett, kann man die Hutagraffe (Ansteckbrosche) mit dem Dresdner Grünen Diamanten. Dieser Diamant 8,2 g und 41 Karat der größte geschliffene, naturgrüne Diamant und damit einer der wertvollsten Diamanten der Welt. Seine leuchtend grüne Farbe entstand durch natürliche Radioaktivität. Der genaue Fundort ist bis heute nicht geklärt, sowohl Indien als auch Brasilien werden als Ursprung für möglich gehalten. 1741 kaufte König August der Dritte den Diamanten auf der Leipziger Ostermesse für angeblich 400.000 Taler (ca. 600.000 Euro) gekauft.

Für einen Besuch im historischen Teil des Grünen Gewölbes muss man sich ein Zeitticket im Vorverkauf online oder per Telefon kaufen. Das Neue Grüne Gewölbe ist dies nicht nötig. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Dresden - Grünes Gewölbe

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