Dresden - Zwinger

Ein Wahrzeichen der Dresdener Altstadt

Zwinger Dresden - Wahrzeichen der Dresdener Altstadt

Zwinger Dresden

Ursprünglich als Vorhof eines neuen Schlosses konzipiert stellt der Zwinger eines der Wahrzeichen der Dresdner Altstadt dar. Der Gebäudekomplex mit Gartenanlagen liegt im Zentrum Dresdens, in unmittelbarer Nähe zur Semperoper, zum Schauspielhaus und zum Residenzschloss.

Der Zwinger wurde unter der Leitung des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser errichtet und stellt ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei dar. In seiner Größe und Konzeption gehört er zu den bedeutendsten Bauwerken des Barock. Nach über hundert Jahren wurde der Bau des Zwingers mit der Sempergalerie abgeschlossen.

Das Innere des Gebäudekomplexes wird heutzutage als Museum genutzt, in dem sich die Gemäldegalerie Alte Meister, der Mathematisch-Physikalische Salon, die Porzellansammlung und die Rüstkammer befindet. Seinen ursprünglichen Zweck als Orangerie, Garten und Festareal hat der Zwinger mittlerweile verloren. Das Areal besteht aus mehreren Pavillons (Wallpavillon, Französischer Pavillon, Deutscher Pavillon, Porzellanpavillon, Glockenspielpavillon), Galerien (Bogengalerie, Langgalerie, Sempergalerie), verschiedenen Denkmälern und Gartenanlagen.

Warum der Name Zwinger ?

Der Name „Zwinger“ leitet sich von einem Festungsteil aus dem Mittelalter ab und bezeichnet die Befestigungsanlage zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer. Durch Kanonenbeschuss im Siebenjährigen Krieg wurde das gesamte Areal empfindlich beschädigt. Um 1760 wurde die Diskussion um einen Wiederaufbau angestoßen, 1783 wurden die ersten Maßnahmen durchgeführt, doch die Erneuerungs- und Erweiterungspläne wurden nie vollständig ausgeführt.

Während der Napoleonischen Kriege Endes des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts kam es erneut zu starken Schäden an dem Gebäudekomplex. 1855 eröffnete nach jahrelangem Planverfahren das Neue Museum eröffnet. In den Jahren 1894 und 1895 wurde versucht weite Teile des Zwingers zu restaurieren. Jedoch benutzte man hierzu das Fluatverfahren, welches nur wenige Jahre später zum großflächigen Aufplatzen des Sandsteins führte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden erneut umfassende Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt.

Von 1921 bis 1939 dauerten die Sanierungsarbeiten, welche einen dauerhaften Erhalt des Zwingers sichern sollten. Jedoch kam es im Zweiten Weltkrieg zum dritten Mal zu schweren Beschädigungen. Der erneute Wiederaufbau kostete 11,8 Millionen Mark, kann 6 Millionen Euro.

Durch seine jahrhundertealte Geschichte und seine besondere Bedeutung im Laufe der Zeit ist der Zwinger zu einem der wichtigsten Wahrzeichen Dresdens und Sachsen geworden. Dies zeigt sich auch daran, dass der Zwinger 2016 auf der Rückseite der Zwei-Euro Münze abgebildet sein wird, im Zeichen der Bundesratspräsidentschaft des sächsischen Ministerpräsidenten. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Dresden - Zwinger

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