Hamburg - Landungsbrücken

Verkehrsknotenpunkt und Touristenattraktion am Hamburger Hafen

Landungsbrücken Hamburg

Landungsbrücken Hamburg

Die Landungsbrücken in St. Pauli sind nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt für S- und U- Bahn, sondern auch der zentrale Tourismus-Spot Hamburgs. Zwischen Niederhafen und Fischmarkt direkt an der Elbe gelegen bietet die Pontonanlage viele Möglichkeiten sich typische Merkmale und Sehenswürdigkeiten Hamburgs anzusehen.

Im westlichen Bereich findet man den Zugang zum Alten Elbtunnel, eigentlich St. Pauli Elbtunnel, der 1911 zur Entlastung der Hafenfähren gebaut wurde und eine Länge von 426,5 Metern aufweist. Er verbindet mit seinen beiden Röhren die nördliche Hafenkante (St. Pauli) mit der Elbinsel Steinwerder. Eine Besonderheit des Tunnels ist, dass er keine Zufahrtsrampen besitzt, sondern stattdessen zwei große Aufzüge und Fußgängertreppen. So kann man auf der einen Seite den Abstieg unter die Elbe wagen und auf der anderen Seite bequem wieder nach oben fahren. Seit 2011 besitzt der Alte Elbtunnel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst Deutschland“. Jährlich findet am letzten Januar-Sonntag der Elbtunnel-Marathon statt, bei dem die Röhren 48 Mal durchlaufen werden müssen.

Am anderen Ende im Osten der Landungsbrücken ragt der Pegelturm in den Himmel. Neben dem Gezeiten- und Wasserstandsanzeiger besitzt der Turm auch eine Uhr mit Glocke, die alle 30 Minuten erklingt. Von den Landungsbrücken aus starten die Boote für die Hafenrundfahrten, bei denen man Hamburgs Hafen und seine Geschichte am besten kennen lernen kann. Die erste Anlegestelle für Schiffe 1839 diente lediglich zur Kohlebefüllung für Dampfschiffe. Die zehn Landungsbrücken in ihrer heutigen Bauweise haben ihren Ursprung 1907 und verbindet die Schiffsanleger-Pontons (Schwimmkörper) mit dem Festland. Von den ursprünglichen Pontons wurden die meisten jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört und mussten 1953 neu errichtet werden. Anfänglich wurde die knapp 700m lange Anlegestelle für Überseefahrten von Personendampfern genutzt. Mittlerweile legen dort jedoch nur noch Hafenfähren und Rundfahrtschiffe an. Zu den Landungsbrücken zugehörig ist auch das historische Abfertigungsgebäude, welches seit 2003 unter Denkmalschutz steht. Von der renommierten Architektengemeinschaft Raabe & Wöhlecke wurde das 205 Meter lange Gebäude mit zahlreichen Durchgängen zu den Anlegern, aber auch mit Türmen und Kuppeln versehen.

Immer um den 7. Mai herum feiert Hamburg an den Landungsbrücken den Hafengeburtstag, der auf den 7. Mai 1189 zurückgeht. An diesem Tag erhielt Hamburg vom Kaiser Friedrich Barbarossa die Zollfreiheit für Schiffsfahrten in die Nordsee. Der Geburtstag wird seit 1977 an drei Tagen groß gefeiert. Von der Speicherstadt bis St. Pauli wird auf zahlreichen Live Bühnen, Schaubuden und mit einem Feuerwerk gefeiert. Höhepunkte der Festivitäten sind die Ein- und Auslaufparade, das Drachenbootrennen sowie das sogenannte Schlepper-Ballett. Neben dem Hafengeburtstag sind die Hamburger Kreuzfahrttage (Hamburg Cruise Days) die zentrale Veranstaltung. Alle zwei Jahre präsentieren die großen Reedereien und Kreuzfahrt-Veranstalter ihre Flotte und Reisen. Unweit der Landungsbrücken befinden sich die Museumsschiffe Rickmer Rickmers und Cap San Diego. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Hamburg - Landungsbrücken

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