Hamburg - Mönckebergstraße

Die Einkaufsstraße Hamburgs

Mönckebergstraße Hamburg

Mönckebergstraße Hamburg

Am 26. Oktober 1909 wurde die Mönckebergstraße für die Öffentlichkeit freigegeben. Zusammen mit der Spitalerstraße führt sie direkt in die Hamburger Innenstadt. Benannt nach Johann Georg Mönckeberg, Bürgermeister von 1839 bis 1908, ist sie die Einkaufsstraße Hamburgs mit den meisten Passanten und liegt deutschlandweit hinter der Kölner Schildergasse auf Platz Zwei. Wegen der vielen Fußgänger ist die Straße für den Verkehr gesperrt, nur Taxis und Busse dürfen sie benutzen.

Die Gebäude in der Straße sind vorwiegend im Klinkerbaustil gehalten. Die Gebäude des Architekten und Baumeisters Johann F. Höger stechen dabei besonders hervor. In der Hausnummer Drei befindet sich das Klöpperhaus. Es entstand 1913 und hatte im Entwurf zunächst noch starke Barockelemente. Diese wurden jedoch größtenteils verworfen und stattdessen eine Pfeilerfassade verwendet. Heute befindet sich in dem Gebäude das Kaufhaus „Galeria Kaufhof“. Auch das Rappolthaus und das Grellhaus wurden unter der Leitung von Höger gebaut und prägen so das Straßenbild. Das Hulbehaus stellt als ehemaliges Kunsthandwerk- Geschäft einen Kontrast zu den vielen Kontorhäusern (Büroräume für Handelsunternehmen) dar. Heute befindet sich ein Laden für Skateboardausrüstung und –mode in dem Gebäude. Weitere hervorstechende architektonische Besonderheiten sind das Levantehaus, das Haus Seeburg, das Haus Domhof, das ehemalige Seidenhaus Brandt und das Versmannhaus. Heute dominieren neben „Galeria Kaufhof“, das neuaufgebaute „Karstadt“-Gebäude und das „Saturn“- Gebäude auf dem Grundstück des im Krieg zerstörten Naturgeschichtlichen Museums den Straßenzug. Im Levantehaus befindet sich das Fünf Sterne Hotel „Hyatt“.

Ein besonders Stück deutscher Kulturgeschichte ist das Passage Kino, das älteste Kino Hamburgs. Nicht nur war es das erste Hamburger Großkino (1.000 Sitzplätze), es war auch das Kino mit den meisten Uraufführungen. 1912 im Hof des Kontorhauses „Die Hanse“ erbaut, wurde es bereits 1925 umfassend renoviert und später auch für den Tonfilm aufgerüstet. In den 1960er und 1980er Jahren kamen weitere Vorführsäle hinzu. Nach der Schließung des Kinos aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 2009 wurde es 2010 vom Kino Betreibe Heinz Lochmann gekauft, umgebaut und wieder eröffnet. In unmittelbarer Nähe der Mönckebergstraße liegt das Thalia Theater am Alstertor. Als eines der drei Hamburger Staatstheater ist es neben dem Deutschen Schauspielhaus und der Hamburger Staatsoper ein wichtiges Kulturstück. Mit 1.000 Plätzen und rund 20 laufenden Produktionen bietet es genügend Raum für Kulturinteressierte. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Hamburg - Mönckebergstraße

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