Hamburg - Schanzenviertel

Das Szeneviertel mitten im Hamburg

Schanzenviertel SCHANZE Hamburg

Schanzenviertel Hamburg

Das Schanzenvirtel (auch SCHANZE genannt) ist ein Szeneviertel mitten im Hamburg. Da die Bezeichnung aus der Bevölkerung stammt und nicht offiziell ist, lässt sich nur schwer genau definieren wie weit sich das Schanzenviertel tatsächlich erstreckt.

Die engere Definition legt es in dem Gebiet zwischen Bahndamm, Stresemannstraße und Schlachthof fest. Etwas weiter erstreckt sich die Annahme, dass der Sternschanzenpark und das Gebiet bis zur Max-Brauer-Allee ebenso zum Schanzenviertel zählen. Allgemein kann man den offiziellen Stadtteil Sternschanze als Schanzenviertel bezeichnen. Der Name leitet sich von der im Schanzenpark gelegen Sternschanze, eine Militäranlage aus dem 17. Jahrhundert, die noch vor der Hamburger Stadtmauer zur Verteidigung der Stadt genutzt wurde. Um 1800 wurde die Anlage jedoch größtenteils abgetragen und es entstand ein Wohn- und Gewerbegebiet. Als Name begann sich das Schanzenviertel in den 1980er Jahren zu etablieren. In den Altbauwohnungen bezogen damals viele sog. Alternative, Künstler und Musiker ein und prägten wesentlich das kulturelle Umfeld.

Im Laufe der späten 1990er Jahre wurde das Viertel durch sozioökonomische Umstrukturierungsprozesse vor allem für Unternehmen der New Economy (internetbasierte Dienstleistungen) interessant. Durch diese Gentrifizierung wuchs die Bedeutung und Bekanntheit des Szeneviertels enorm. Zahlreiche Altbausanierungen lockten neue Bars, Restaurants und Modegeschäfte in die Schanzenstraße, die Susannenstraße oder an das Schulterblatt. Rund um das autonome Zentrum „Die Rote Flora“ gibt es viele Cafés, Kneipen und Bars, wie beispielsweise die „Bar Rossi“ im 70er Jahre Stil oder das „Café unter den Linden“. Zum Shoppen kann man etwa in die „Boutique Chocofeh“, die „Kabine 83“ oder ins „Hosenfrey“ schlendern. Auch als Partymeile wird das Schanzenviertel geschätzt, das es eine Alternative zur touristischen Reeperbahn darstellt. Zum Tanzen geht man zum Beispiel in den „13. Stock“, in das „Mandalay“ oder in das alternative „Haus 73“. Wer es lieber etwas rockiger hat, der sollte im „Barprojekt 1 (BP1)“ vorbeischauen.

Seit 1988 findet alljährlich das Schanzenfest statt, welches immer wieder für Probleme sorgt. Das links-alternative Straßenfest lockt um die tausend Besucher an und endet selten ohne Ausschreitungen und Festnahmen. Das Fest selbst bietet am Schulterblatt und den angrenzenden Straßen mehrere Snackbuden, einen Flohmarkt und viele musikalische Auftritte. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Hamburg - Schanzenviertel

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