Oper Leipzig

Dritt älteste europäische Musiktheaterbühne nach Vendedig und Hamburg

Oper Leipzig - Opernhaus Augustusplatz

Oper Leipzig

Das Opernhaus Leipzig ist mit seiner langen städtischen Tradition und über die Region hinaus reichenden Ausstrahlung eine Reise mit kulturellem Erlebniskern wert. Weltbekannte Künstler wie u.a. der Barock-Komponist Georg Philipp Telemann und Gustav Mahler, der ungarische Dirigent und Generalmusikdirektor Artur Nikisch und die in Leipzig debütierte Opernsängerin Anna Tomowa-Sintow sind mit der Geschichte des Opernhauses eng verknüpft.

Als dritt älteste europäische Musiktheaterbühne nach Vendedig und Hamburg, deren Entstehung sich bis auf das Jahr 1693 zurückführen lässt, stellt das nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von 1956 bis 1960 wieder stilgetreu neu erbaute Leipziger Opernhaus eine gelungene Verschmelzung von Tradition und Moderne dar. Am gleichen Ort wie sein Vorgänger, am Leipziger Augustusplatz, und im Spiegel seiner lebendigen Tradition wurde das moderne Opernhaus Leipzig durch den deutschen Architekten Kunz Nierade im neoklassizistischen Stil neu erschaffen. Das Opernhaus Leipzig wurde damit zu einem repräsentativen kulturellen Aushängeschild der DDR - mit einer beeindruckenden Fassade aus Pirnaer Sandstein, einem 350 Meter langen, mit Friedenstauben verzierten Attikageländer und einem Relief über den Erdgeschossfenstern, das durch Symbole des Theaterspiels und Embleme der DDR geschmückt ist.

Das inzwischen umfassend restaurierte und renovierte Opernhaus beeindruckt auch durch seine Innenausstattung mit vielen gestalterischen Facetten wie aus Meißener Porzellan gefertigten Wand-Fließen, aufwärtsschwingenden Parketttreppen und weinrotem Teppich. Die Oper Leipzig – bestehend aus Oper, Musikalischer Komödie und Leipziger Ballett – hat sich inzwischen einen herausragenden internationalen Ruf durch bedeutende Solisten, das berühmte Gewandhausorchester, einen preisgekrönten Chor und das renommierte Leipziger Ballett in der Kontinuität der Choreographien von Uwe Scholz erworben.

Unter der Intendanz von Uwe Scholz seit der Spielzeit 2009/10 wurden die Werke von Richard Wagner und Richard Strauss zum zentralen Bestandteil der Spielpläne. Strauss' "Ariadne auf Naxos" in der Inszenierung von Karoline Gruber und Wagner große tragische Oper "Rienzi, der letzte der Tribunen" unter der Regie von Nicolas Joel sind neben den Wagner-Opern "Parzival" und "Die Meistersinger von Nürnberg" Bestandteil des gegenwärtigen Repertoires, das mit Opern von Mozart, Puccini, Rossini und Verdi weitere sehens- und hörenswerte Spielplan-Akzente setzt.

Die Musik Richard Wagners und Gustav Mahlers gedeiht auch im Leipziger Ballett auf fruchtbarem Boden - in dem dreiteiligen Ballettabend "Ein Liebestraum" von Mario Schröder und Silvana Schröder inspirieren Wagners "Wesendonck-Lieder" und Mahlers "Lieder eines fahrenden Gesellen" das Ballett-Ensemble dazu, den spannungsreichen Verhältnissen Liebender nachzuspüren.

Stadtplan (Karte) Leipzig - Oper

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