Universität Leipzig

Zweitälteste Universität Deutschlands mit durchgehendem Lehrbetrieb

Universität Leipzig

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Im Jahr 1409, durch deutsche Magister und Scholaren der Prager Karls-Universität, gegründet, blickt die Universität Leipzig mittlerweile auf eine über 600 jährige Geschichte zurück und zählt, hinter Heidelberg, als zweitälteste Universität Deutschlands mit durchgehendem Lehrbetrieb.

Bereits im selben Jahr wurde das Studium generale durch Papst Alexander V. bestätigt und ein breiter Fächerkanon, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Geistes- und Naturwissenschaften aufgebaut. Mit heute 14 Fakultäten, war Leipzig zeitweise die größte Universität Deutschlands und diente vielen bekannte Persönlichkeiten, wie Goethe, Leibnitz, Lessing, Kästner, Mommsen oder Nietzsche als wissenschaftliche Heimat. Auch das heutige Universitätsklinikum geht auf die bereits 1415 gegründete medizinische Fakultät zurück.

Während des zweiten Weltkrieges wurden nahezu alle Gebäude vollständig zerstört, aber bereits 1946 kam es zur feierlichen Wiedereröffnung der altehrwürdigen Alma mater Lipsiensis. 1953 wurde sie durch die SED in „Karl-Marx-Universität Leipzig“ umbenannt, was allerdings nach der Wende 1991 rückgängig gemacht wurde. Die Gebäudekomplexe liegen auch heute noch südlich des Hauptbahnhofs, über die Innenstadt verteilt und lassen teilweise noch deutlich den sozialistischen Baustil erkennen.

Einen guten Ausgangspunkt um die Universität zu entdecken, bietet der neue Campus am Augustusplatz, in der Grimmaischen Straße und der Universitätsstraße. Touristen und Studieninteressierte finden hier die wichtigsten Universitätsgebäude. Das neue Augusteum wurde erst jüngst 2012 vollendet und steht am Augustusplatz an der Stelle, an der bis 1968 das alte Augusteum gestanden hat. Dieses wurde in diesem Jahr abgerissen und ging auf einen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel zurück. Der alte Bau wurde zwischen 1831 und 1836 nach Plänen von Albert Geutebück errichtet.

Im Neubau, der ein sehr freies Zitat des alten Augusteums darstellt, wurde noch das Schinkeltor des älteren Baus integriert, das in seiner Geschichte mehrfach versetzt wurde und nun als Eingang zum Gebäude vom Innenhof aus dient. Auch heute handelt es sich wieder um das Hauptgebäude der Universität Leipzig und beherbergt, neben der Fakultät für Mathematik und Informatik, das Auditorium Maximum mit 800 Sitzplätzen.

Des Weiteren finden sich am neuen Campus die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät sowie das neue Seminargebäude. Auch das 2009 vollendete Hörsaalgebäude ist hier anzutreffen, das mit 21 Hörsälen insgesamt 2600 Sitzplätze bietet und zudem Sitz der Campusbibliothek ist. Die Universitätsbibliothek Bibliotheca Albertina in der Beethovenstraße entstand bereits in der Reformationszeit, musste bis 2002 jedoch aufwendig restauriert werden. Sie ist sowohl Sitz der geisteswissenschaftlichen Zentralbibliothek als auch der Archivbibliothek Leipzig.

Stadtplan (Karte) Leipzig - Universität

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