Oschatz

Wahrzeichen: Türme der St. Aegigienkirche

Oschatz in Sachsen

Oschatz Sachsen

Die Kreisstadt Oschatz liegt im Bundesland Sachsen, etwa 55 Kilometer östlich von Leipzig. Schon in der Jungsteinzeit existierte in dieser Gegend eine Siedlung, wie archäologische Ausgrabungen erwiesen haben. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1238. Der Ort Ozzechz tauchte zu diesem Zeitpunkt in einem Schreiben des Markgrafen Heinrich III. von Meißen auf. Im Jahre 1394 erhielt Oschatz das Marktrecht.

In der Zeit der Reformation wurde die Stadt protestantisch. Im Stadtarchiv befinden sich bis heute originale Briefe von Luther und Melanchthon. Der Zweite Weltkrieg ging mit relativ wenigen Zerstörungen an Oschatz vorbei. Es wurde 1945 kampflos an die Alliierten übergeben.

Heute hat Oschatz circa 19.000 Einwohner und ist ein aufstrebender Wirtschaftsstandort, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Es befinden sich eine Reihe von sehenswerten historischen Gebäuden in der Stadt, diese Sehenswürdigkeiten und die grüne Umgebung machen den Ort auch für Touristen zu einem lohnenswerten Ziel.

Die Gegend um das Rathaus und den Stadtmarkt verzaubert durch ihr historisches Flair. Die alten Bürgerhäuser wurden liebevoll restauriert und können innerhalb einer geführten Stadtwanderung näher erkundet werden. Das Rathaus selbst besitzt einen sehenswerten Renaissancegiebel, der nach einem Stadtbrand unter Leitung des berühmten Baumeisters Gottfried Semper (Semperoper) wiederhergestellt wurde.

Die mittelalterliche Klosterkirche gehört zu den ältesten, noch erhaltenen Gebäuden der Stadt. Das Vogtshaus Oschatz, das etwa aus dem Jahre 1180 stammt, gilt als der älteste Profanbau in ganz Mitteldeutschland. Auch der Marktbrunnen, der 1589 erbaut wurde ist äußerst sehenswert und gibt dem Marktplatz sein ganz besonderes Gepräge. Im Stadt- und Wagenmuseum befindet sich eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Stadt Oschatz.

Das ganze Jahr über finden im Ort interessante Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen statt, unter anderem schon zur Tradition gewordene Feste wie der Autofrühling und das Kinderfest im Heimattierpark. Steigender Beliebtheit erfreut sich auch das Erlebnisbad „Platsch“, das zahlreiche Besucher nicht nur aus der Stadt selbst, sondern auch aus der Umgebung anlockt. Eine weiterer Besuchermagnet aus der Neuzeit ist die Landesgartenschau, die seit 2006 jedes Jahr in Oschatz stattfindet. Die dort befindliche innovative Brücke aus Textilbeton ist eine technologische einzigartige Entwicklung der TU Dresden.

Auch die Umgebung von Oschatz ist von außerordentlichem Reiz. In der bezaubernden Landschaft der sächsischen Heide befinden sich die Schlösser Osterlant und Leuben. Eine ganz besondere Attraktion, nicht nur für Touristen, ist der „Wilde Robert“, eine Schmalspurbahn, die zwischen Oschatz und Mügeln verkehrt und noch immer im regulären Personenverkehr eingesetzt wird. Die 17 Kilometer lange Fahrt durch die idyllische Heidelandschaft ist ausgesprochen romantisch und zählt zu den ganz besonderen Erlebnissen in dieser Region Sachsens.

Selbst das Sächsisch, welches in Oschatz gesprochen wird, soll die reinste Form dieser Mundart sein. Der bekannte sächsische Kabarettist Jürgen Hart, der ein Experte auf diesem Gebiet war, erklärte den Oschatzer Dialekt zum authentischsten Sächsisch überhaupt, da die Stadt genau zwischen Leipzig und Dresden liegt.

Fotos Oschatz und Umgebung

Stadtplan (Karte) Oschatz

Sehenswürdigkeiten

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