Oschatz – Altes Rektorat

Irrtümlichweise wurde es auch „Jungfrauenschule“ genannt

Ehemaliges Rektorat Oschatz in halboffener Bebauung

Altes Rektorat Oschatz

Vor der Reformation gehörte das Gebäude zum Altar des heiligen Severus, dem Schutzheiligen der Tuchmacher.

Zerstört durch einen Brand im Jahr 1616, wurde das Gebäude mit der ausgesprochen schönen Renaissancetür im Jahr 1621 wieder aufgebaut. Im Jahr 1842 blieb das Gebäude vom Feuer verschont. Oberhalb der Tür ist ein aus dem Jahr 1621 stammender Schlussstein, der eine Inschrift trägt.

Der Stadtrat richtete nach der Reformation eine Rektoratswohnung ein, die bis zum Jahr 1883 genutzt wurde. Dieses Gebäude wurde irrtümlicherweise auch als „Jungfrauenschule“ bezeichnet.

Ab dem Jahr 1889 nannte man das Haus, aufgrund der Tatsache, weil es ab sofort als Kirchnerwohnung benutzt wurde, Kirchnerei.

Bis zum Jahr 1934 befand sich hier auch die Kirchenkanzlei.

Unter Berücksichtigung diverser denkmalpflegerischer Auflagen wurde das Gebäude in den Jahren 1996 und 1997 komplett rekonstruiert.

Weitere Informationen zum alten Rektorat:

• Es handelt sich um ein ehemaliges Rektorat in halboffener Bebauung, das ehemals auch eine Schule war
• Es ist ein Renaissancebau mit einem Sitznischenportal, das durch die ursprüngliche Funktion von besonderer bau- wie stadtgeschichtlicher Bedeutung ist
• Das Gebäude wurde 1621 gebaut
• Es handelt sich um einen zweigeschossigen massiven Putzbau mit einem Satteldach mit Biberschwanzdeckung, neuen Schleppgauben, einer Fledermausgaube, einem – zum Teil erneuerten – Sitznischenportal, originalen Sandsteinwänden, einer neuen Haustür wie neuen Fenstern, einem Kreuzgratgewölbe sowie einer Inschrifttafel.

Fotos Oschatz – Altes Rektorat

Stadtplan (Karte) Oschatz - Altes Rektorat

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