Potsdam - Filmmuseum

Publikationen und Sammlungen zum Thema Film

Publikationen und Sammlungen zum Thema Film mit wechselnden Ausstellungen und Filmvorführungen.

Foto: Filmmuseum

Als der kurfürstlich-brandenburgische Baumeister Johann Arnold Nering 1685 den von Friedrich Wilhelm in Auftrag gegebenen Bau des Orangerie-Hauses am Potsdamer Stadtschloss vollendet, ist von seiner heutigen Funktion noch nicht viel zu erahnen.

Bei dem bereits 1714 von Sanssouci-Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zum Marstall für die königlichen Reitpferde erweiterten Barockbau handelt es sich um den einzigen noch erhaltenen Bestandteil des Potsdamer Stadtschloss-Ensembles. Dieses ist nach seiner Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges bis Februar 2013 als Landtagsneubau mit historisierender Fassade wieder aufgebaut worden und steht nun vor seiner Wiedereröffnung, 11 Monate danach. Auf einen 1977 verabschiedeten Beschluss der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung zurückgehend eröffnet im April 1981 das "Filmmuseum der DDR" in der ehemaligen Orangerie mit einer Ausstellung über Filmtechnik. Nach der Wiedervereinigung erhält es seinen heutigen Namen und wird zwischen 1991 und Juli 2011 vom Land Brandenburg getragen, bis man es schließlich der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg angliedert.

Das Filmmuseum Potsdam bietet seinen Besuchern in der Dauerausstellung "Traumfabrik – 100 Jahre Film in Babelsberg", welche 2012 zum Jubiläum des ältesten Filmstudios der Welt konzipiert wurde, in insgesamt sieben inszenierten Themenräumen einen Einblick in die Welt des Kinos. Den mehr als 3.000 Filmproduktionen von Bioscop, UFA, DEFA, dem Studio Babelsberg und den jeweils daran mitwirkenden Schauspielern und Regisseuren nähert sich der Gast zwischen Werk- und Porträtfotos, Szenenbildern, Kostümentwürfen, Modellen, Requisiten und Produktionsunterlagen, sieht sich aber durch Presseausschnitte, Werbeplakate und sogar ausgestellte Filmpreise auch mit der medialen Rezeption konfrontiert. Doch damit nicht genug: Den interessierten Cineasten erwartet neben der permanenten Ausstellung im seinerzeit ersten von mittlerweile sechs deutschen Filmmuseen auch ein Kino mit täglich mehreren Vorstellungen, wobei Stummfilmvorführungen an der 1993 restaurierten Welte-Kinoorgel musikalisch begleitet werden. Außerdem verfügt die Einrichtung über eine beeindruckende Sammlung historischer Filmtechnik, welche aus mehr als 3.000 Objekten sämtlicher technischer Sparten besteht – darunter Kameras mitsamt Zubehör, Beleuchtungs- und Tontechnik, Schneidetische, frühe tricktechnische Apparaturen sowie Projektionsgeräte. Für die wissenschaftliche Nutzung stehen zudem eine Bibliothek und ein Videoarchiv zur Verfügung.

Ab Ende März 2013 ist mit dem ehemaligen Marstall, in welchem das Filmmuseum Potsdam untergebracht ist, das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt voraussichtlich bis Februar 2014 geschlossen, da Sanierungs- und Brandschutzbauarbeiten durchgeführt werden müssen. Danach erwartet den Besucher hier wieder eine Zeitreise in die Welt der Leinwandhelden vergangener Tage.

Stadtplan (Karte) Potsdam - Filmmuseum

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