Potsdam - Holländisches Viertel

Das Holländische Viertel wurde vom holländischen Baumeister Johann Boumann erbaut

Foto: Holländisches Viertel

Im Zentrum der Stadt Potsdam gelegen faellt jedem Besucher sofort das Hollaendische Viertel ins Auge. Das waehrend der zweiten barocken Stadterweiterung entstandene Viertel wurde zwischen 1733 und 1740 vom hollaendischen Baumeister Johann Boumann erbaut.

Dazu musste er jedoch zunächst das sich dort befindende Sumpf-Gebiet entwässern. Die 134 Häuser im gesamten Areal wurden allesamt aus rotem Backstein gebaut und stellen das größte zusammenhängende Bauensemble holländischer Art Europas außerhalb der Niederlande dar. Das Viertel besticht durch sein ganz eigenes Flair, welches sich durch die Durchmischung aus Galerien, Werkstätten, Wohnhäusern, Cafés und Kneipen und kleineren Läden ergibt. Anders als die hektischen, überlaufenen und mit großen Einkaufszentren versehenen Innenstädte von Städten wie Berlin oder Hamburg, kann man hier in Ruhe die Straßen entlang flanieren. Neben dem Johann-Boumann-Haus, welches die Entstehung des Viertels zeigt und dem Potsdam Museum, welches die Entwicklung der ganzen Stadt Potsdam zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert präsentiert, befindet sich am Rande des Viertels die Peter-und-Paul Kirche. Dieser katholische Sakralbau wurde 1870 in einem Mischstil aus byzantinischen, romanischen und klassizistischen Elementen erbaut.

In der Nähe der Kirche befindet sich auch das Urania-Planetarium. Dort kann man neben unserem Sternenhimmel auch in digitalen Projektionen verschiedene Visualisierungen und Dokumentationen aus der Wissenschaft erleben. So gibt es etwa die „Origins of Life“, die Entstehung des Lebens, oder zahlreiche Programme für Kinder wie beispielsweise „Mit Professor Photon durchs Weltall“.

Das Holländische Viertel feiert drei besondere Feste im Jahr. Im April findet das „Tulpenfest“ statt. Das traditionelle Frühlingsfest lockt jährlich um die 40.000 Besucher an. Über 150 brandenburgische und holländische Musikanten, Handwerker und Künstler, sowie ein altholländischer Markt sorgen an zwei Tagen für ein buntes Programm. Im September bieten auf dem Töpfermarkt knapp 100 Töpfer, Keramiker und Künstler aus ganz Deutschland ihre Waren feil. Außerdem kann man den Kunsthandwerkern nicht nur hautnah beim anfertigen ihrer Werke zusehen, sondern auch selbst einmal Hand anlegen und etwas töpfern. Ende des Jahres schließlich gibt es das holländische Weihnachtsfest „Sinterklaas“(Nikolaus). Anfang Dezember findet in diesem Zusammenhang im Holländischen Viertel ein großer Weihnachtsmarkt statt, mit kulinarischen Spezialitäten und traditionellem Weihnachtshandwerk. Zudem besucht der holländische Nikolaus mit seinen Helfern, den zwarten Pieten, die Kinder Potsdams. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Potsdam - Holländisches Viertel

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