Potsdam - Innenstadt Potsdam

Historischer Kern – Alter Markt 18. Jahrhundert

Den historischen Kern der Stadt bildet seit Mitte des 18. Jahrhunderts der Alte Markt.

Foto: Innenstadt Potsdam

Bereits im Mittelalter stand an der Stelle, wo heute die Potsdamer Innenstadt ist, eine Burg zur Sicherung der Handelsroute. Den historischen Kern der Stadt bildet seit Mitte des 18. Jahrhunderts der Alte Markt. Dort befinden sich einige bedeutende Bauwerke und Sehenswürdigkeiten. Das Alte Rathaus wurde in den Jahren 1753 bis 1755 im Auftrag Friedrichs des Großen erbaut und entstand (wie das Holländische Viertel) nach Plänen von Johann Boumann.

Dieser richtete sich bei seinem Entwurf nach Vorbildern aus der italienischen Renaissance. An der äußeren Fassade ragen acht korinthische Dreiviertel- Säulen in die Höhe und oben auf der kupfernen Kuppel steht eine vergoldete Atlasfigur, die die Welt trägt. Die Sandsteinfiguren über den Säulen stellen verschiedene Allegorien bürgerlicher Tugenden dar, wie beispielsweise Standhaftigkeit, Wachsamkeit oder Vorsicht. Im Erdgeschoss informiert eine Ausstellung über die Geschichte des Hauses und in den restlichen Räumen befinden sich weitere, wechselnde Ausstellungen.

In direkter Nachbarschaft zum Alten Rathaus steht die St. Nikolaikirche. Die nach dem Heiligen Nikolaus benannte evangelische Kirche wurde nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel nach siebenjähriger Bauzeit 1837 fertigstellt. Auch die Nikolaikirche überstand die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg nicht unbeschadet. Erst 1981 wurde die klassizistische Kirche erneut geweiht und geöffnet. Die Besonderheit der Kirche stellt zweifelsohne die beeindruckende Tambourkuppel dar. Sie besitzt einen Durchmesser von 24 Metern und ist 13 Meter hoch.

Vom Ufer der Havel am Alten Markt kann man die Freundschaftsinsel sehen. ihren Namen erhielt die Insel von einem 150 Jahre alten Gasthaus, das sich auf der Insel befindet. Ebenso befinden sich auf der Insel Lehr- und Schaugärten von Karl Foerster und Hermann Mattern. Das sieben Hektar große Flächendenkmal besitzt eine Artenvielfalt von mehr als 1000 Staudensorten und 250 Schwertliliensorten. Während der Sommermonate finden auf der Freundschaftsinsel regelmäßig Open Air Kino-Abende statt.

Die älteste Parkanlage Potsdams ist mit 352 Jahren der Lustgarten. Zwar ließ Friedrich Wilhelm I., auch Soldatenkönig genannt, den Lustgarten zu einem Exerzierplatz niederwalzen. Sein Sohn Friedrich II. jedoch baute den Park wieder auf. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs baute man ein Sportstadion auf die Fläche des Lustgartens und demontierte unter anderem das vom Krieg verschonte Denkmal Friedrich Wilhelms I. Aufgrund der Bundesgartenschau 2001 wurde das ehemalige DDR Sportstadion beseitigt und der Lustgarten nach historischem Vorbild neu angelegt. Regelmäßig finden dort Volksfeste, Messen und Jahrmärkte statt.

Als wichtigen Bestandteil der Potsdamer Innenstadt darf das Filmmuseum nicht vergessen werden. Es war das erste seiner Art in Deutschland als es 1981 eröffnet wurde und seine Ausstellungen konzentrieren sich auf die Anfänge der Filmproduktion allgemein und im Besonderen von Bioscop, DEFA, UFA und Babelsberg. Sonderausstellungen zu aktuellen Medienthemen komplettieren das Museum. Neben Kinematographen von über 450 verschiedenen Herstellern, kann man sich alte Stummfilmklassiker begleitet von einer restaurierten Welte-Kinoorgel ansehen. (L.K.)

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