Potsdam - Schlösser Gärten

Schlösser und Gärten in Potsdam

Schlösser und Gärten in Potsdam

Foto: Schlössern Gärten Potsdam

Die Gegend in und um Potsdam bietet eine Vielzahl an Schlössern und Gärten. Das Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg wurde im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV errichtet und wurde 1863 fertiggestellt. Der Doppelturmbau wurde von den Architekten Ludwig Persius, Friedrich August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse im Stile der italienischen Renaissance gebaut.

Fortschreitende Feuchtigkeitsschäden machten das Belvedere lange Zeit nicht nutzbar. 1987 begann man mit der Sanierung, die vor allem aus den privaten Spenden von der Hermann Reemtsma Stiftung und vom Versandhausbesitzer Werner Otto finanziert wurde. 1999 wurde das Schloss in die UNESCO Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.

Im Norden Potsdams liegt am Heiligen See und am Jungfernsee der Neue Garten. Friedrich Wilhelm II. ließ das 102 Hektar große Areal nach Vorbild der englischen Gärten aus dem 18. Jahrhundert anlegen. Friedrich Wilhelms Mitgliedschaft beim Mystikerbund der Freimaurer lassen sich im Neuen Garten einige Bauten finden, die auf die Freimaurer zurückgehen. So gibt es einen pyramidenförmigen Eiskeller, eine Orangerie mit ägyptischem Eingangsportal, eine Gotische Bibliothek, einen blaugrauen Marmor- Obelisken und eine Kristall- und Muschelgrotte.

Eines der bekanntesten Schlösser ist sicherlich Schloss Sanssouci (französisch für „ohne Sorge“). Das Hohenzollernschloss liegt im östlichen Teil des gleichnamigen Parks und wurde 1747 unter Friedrich II. fertiggestellt. 1842 ließ Friedrich Wilhelm V. das Schloss um zwei Seitenflügel erweitern. Seit 1990 stehen Schloss und Parkanlage Sanssouci in der Liste der UNESCO Weltkulturerben. Die heutige Terrassenform folgt aus der Order Friedrichs II. dort Wein anzubauen. Die sechs Terrassen mit ihren nach Innen laufenden bogenförmigen Mauern wurden so angelegt, dass die Sonneneinstrahlung am besten ausgenutzt wurde. Unterhalb des Weinbergs befindet sich eine Gartenanlage im Barockstil, mit zahlreichen Blumenbeeten und -broderien. In der Mitte befindet sich die „große Fontäne“, ein mit Statuen aus der griechischen Mythologie verzierter Brunnen. Das Barockschloss überstand die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt, jedoch wurden zahlreiche Kunstobjekte entfernt, die über die Jahre glücklicherweise wieder zurückgekehrt sind. Weitere Schlossbauten Potsdams sind das Schloss Charlottenhof, Schloss Cecilienhof und das Schloss Babelsberg.

Neben den prachtvollen Schlössern hat Potsdam noch weitere besondere Bauwerke zu bieten. So gibt es ein als Moschee verkleidetes Dampfmaschinenhaus an der Neustädter Havelbucht. Hier kann man die original Borsigsche Dampfmaschine begutachten, die das Wasser in die Fontänen der Springbrunnen im Park Sanssouci gepumpt hat. Weiterhin gibt es auch Gebäude nach asiatischem Vorbild, das Chinesische Haus im Rehgarten und das Drachenhaus am Weingarten von Sanssouci. Ebenso ist der Botanische Garten einen Besuch wert. Auf der fünf Hektar großen Fläche werden seit 1950 etwa 9.000 Pflanzenarten gezüchtet. Für die Universität Potsdam ist der Botanische Garten Bildungsund Forschungseinrichtung. In den speziell angelegten Gewächshäusern gibt es tropische und subtropische Pflanzen zu bestaunen, wie Riesenbambus, Bananenstauden oder Zwergpalmen. Das Team der Gartenanlage bietet zu verschiedenen Themengebieten Führungen an. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Potsdam - Schlösser Gärten

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