Potsdam - Universität

Moderne Forschung trift auf große Geschichte

Zulassungsstelle Jüterboger Straße Berlin

Foto: Universität Potsdam © Karla Fritze

Nach dem Zusammenbruch der DDR und dem Fall der Mauer war auch die Zukunft der Hochschulen in Potsdam zunächst ungewiss. Doch am 15. Juli des Jahres 1991 konnte der Lehrbetrieb durch das kurz zuvor erlassene Gesetz über die Hochschulen des Landes Brandenburg endlich wieder aufgenommen werden.

Zu diesem Zweck wurden unter anderem die Pädagogische Hochschule „Karl Liebknecht“ sowie die Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ zur neu geschaffenen Universität Potsdam vereinigt. Aufgrund der spezialisierten Ausrichtung seiner Vorgänger fokussierte sich auch das Lehrangebot der neuen Hochschule zunächst hauptsächlich auf die Ausbildung von Lehrern. Doch mit der Eingliederung des Campus der ehemaligen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Golm wuchs das Angebot an Studiengängen immer weiter, so dass das Angebot mittlerweile von natur- und humanwissenschaftlichen Studiengängen über Mathematik, Sport und Informatik bis hin zu Jura und verschiedenen geisteswissenschaftlichen Fächern reicht.

Campus Am Neuen Palais Universität Potsdam © Karla Fritze

Foto: Campus Am Neuen Palais Uni Potsdam © Karla Fritze

Heute besteht die Uni, die mit knapp 20.000 eingeschriebenen Studenten und etwa 4000 Mitarbeitern die größte der vier Hochschulen in Potsdam und gleichzeitig auch in ganz Brandenburg ist, aus drei Komplexen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Der zentrale Campus mit dem Auditorium maximum ist nur einen Steinwurf vom Park Sanssouci mit dessen prachtvollen Schlössern und Parks entfernt und erfreut sich deshalb bei den Studenten großer Beliebtheit. Ein paar von den geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind sogar in historischen Gebäuden wie den Communs des Neuen Palais untergebracht. Der jüngste Universitätskomplex in Golm ist zwar weder historisch noch architektonisch so wertvoll wie der am Park Sanssouci, gehört mit seinen hochmodernen Forschungszentren sowie den sich dort befindenden Drei Max-Planck- und zwei Fraunhofer-Instituten aber zu den größten und fortschrittlichsten Wissenschaftsparks in der gesamten Region. Der dritte Komplex befindet sich am schönen und idyllischen Griebnitzsee in Babelsberg, unweit der berühmten Filmstudios. Film kann man dort zwar nicht studieren, dafür aber Jura, Wirtschaft oder Sozialwissenschaften. Darüber hinaus befinden sich noch einige weitere Standorte wie etwa der Botanische Garten in der Maulbeerallee in der Stadt.

Seit ihrer Neugründung hat die Universität einen steilen Aufstieg hingelegt. So gewann sie mit dem „Exzellenz in der Lehre“-Preis nicht nur einen der mit 1 Million Euro höchstdotierten und angesehensten Wissenschaftspreise in ganz Deutschland, sondern wurde im Oktober 2009 neben neun weiteren Fachhochschulen und Universitäten auch noch für ihre exzellente Lehre prämiert. Im selben Jahr konnte sie auch im Universitäts-Ranking „Vom Studenten zum Unternehmer – Welche Universität bietet die besten Chancen?“ mit 285 von 400 möglichen Punkten den ersten Platz von 59 teilnehmenden Universitäten erreichen.

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