Hansestadt Wismar

An der Ostseeküste von Mecklenburg Vorpommern

Hansestadt Wismar

Hansestadt Wismar

An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns liegt die Hansestadt Wismar. Rund 44.000 Einwohner leben in acht Stadtteilen auf den ca. 41,4 km² Fläche. Obwohl die genaue Herkunft des Namens bis heute umstritten ist, kann man die Entstehung der Stadt auf Anfang des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen.

1229 erstmals urkundlich erwähnt, wuchs die Stadt binnen weniger Jahrzehnte durch stetigen Siedlerzuzug. Um 1292 ließen sich auch Mönche des Franziskaner- und des Dominikanerordens nieder. Zusammen mit Rostock, Stralsund, Lübeck und Hamburg bildete Wismar den Wendischen Städtebund und schloss sich früh der Hanse an. Deren Tradition und kulturelles Erbe ist bis heute in Wismar ersichtlich. 1632 eroberten die Schweden im Dreißigjährigen Krieg die Stadt und blieb bis 1803 unter schwedischer Regentschaft. Im Andenken an die schwedische Herrschaft wird jedes Jahr das Schwedenfest gefeiert.

Wismar litt besonders stark unter den Bombenangriffen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. In zwölf Luftangriffen wurde rund 460 Tonnen Bomben abgeworfen und zahlreiche historische Gebäude zerstört, wie etwa das gotische Viertel. Während der Zeit der DDR entwickelte sich Wismar neben Rostock zu einem der wichtigsten Häfen Europas. Durch konsequente Spezialisierung auf den Umschlag von Massengütern und die Werftindustrie auch nach der Wiedervereinigung besitzt Wismar heute eines der größten europäischen Holz-Cluster und eine der modernsten Schiffsbauhallen Europas.

Wismars Altstadt bildet zusammen mit der Insel Stralsund ein UNESCO Weltkulturerbe. Der Marktplatz ist mit seinen exakt 10.000 qm² einer der größten Marktplätze Norddeutschlands und bietet mit seinem klassizistischen Rathaus ein eindrucksvolles Stück historischer Baukunst. Zusammen mit der Wasserkunst Wismar stellen sie eine perfekte Symbiose von praktischem Nutzen (Verwaltung und Wasserversorgung) und ästhetischer Baukunst dar. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Bürgerhaus Alter Schwede, das Stammhaus des Karstadt-Konzerns, das Fürstenhaus und der historische Hafen. Im wiederaufgebauten Zeughaus, welches ursprünglich als Munitionslager diente, befindet sich heute die Stadtbibliothek mit über 75.000 Medien. Die Krämerstraße, die Frische Grube und der Lohberg sind allesamt historische Straßenzüge Wismars. Während man hier entlang flaniert, kann man das Flair der Hansezeit noch spüren. Wismar besitzt mehrere Kirchen, von denen die meisten jedoch im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurden. So steht von der Marienkirche lediglich noch der Turm. Teile der Ausstattung, wie etwa das Taufbecken, fanden ihren Platz in der Nikolaikirche, die eines der höchsten Kirchenschiffe Deutschlands besitzt. Weiterhin findet man die wiederaufgebaute Georgenkirche, die Heiligen-Geist-Kirche, die Laurentiuskirche und die Neue Kirche, welche nach Kriegsende als evangelische Notkirche genutzt wurde.

Am 1. Dezember 2012 eröffnete auf dem ehemaligen Kasernengelände das phanTECHNIKUM. Das Erlebniszentrum bietet auf 2500qm² Fläche eine Vielzahl von Möglichkeiten Technik und Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns zu erleben. Wismar ist als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen äußerst beliebt. Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker „Nosferatu“ wurde unter anderem in Wismar gedreht. Ebenso spielten zahlreiche Polizeiruf 110-Folgen in der Stadt und von der ZDF-Serie SOKO Wismar wurden bereits acht Staffeln produziert. (L.K.)

Stadtplan (Karte) Wismar –

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