Wismar – Grube (Mühlenbach)

Bach in Wismar (Mühlengrube, Frische Grube und Runde Grube)

Frische Grube Wismar

Frische Grube Wismar

Die Grube (eigentlich „Mühlenbach“) in Wismar ist ein ehemaliger Bach, der nun als regulierter, künstlicher Wasserlauf durch die Stadt fließt. Dieser Wasserlauf verbindet den Mühlenteich mit der Ostsee.

Die Grube besitzt flussabwärts
drei Teilabschnitte

Die Mühlengrube, die Frische Grube und die Runde Grube. Die am Wasser entlang laufenden Straßen tragen ebenso die Namen der drei Abschnitte. Die Frische Grube beginnt auf Höhe des Schabbellhauses und endet am Ziegenmarkt im nordwestlichen Teil der Wismarer Altstadt.

Ursprünglich war die Grube ein Bach, der in einer Senke vom Mühlenteich bis zum Hafen floss. Die erste Regulierung erfolgte Mitte des 13. Jahrhunderts, um einerseits Wasser für mehrere Mühlen aufzustauen und andererseits die Durchfahrt für den Schiffsverkehr zu ermöglichen. So wurde der Handelsverkehr mit Salz, Getreide und Fisch gesichert. Ebenso wurde der Fluss als allgemeine Wasserversorgung, zum Wäschewaschen und als Quelle für Löschwasser bei Bränden genutzt. Schon zu dieser Zeit bestand die Bezeichnung Frische Grube, um den Wasserlauf innerhalb der Stadt von der Salze Grube, einem ehemaligen Meereswasserlauf, abzugrenzen.

Entlang des Verlaufes der Frischen Grube gibt es leider keine baulichen Zeitzeugen aus dem 13. Jahrhundert mehr. Das erste hervorstechende Gebäude entlang des Flusslaufes ist die „Alte Stadtmühle“ aus dem Jahr 1855. Die Dampfmühle stellt einen historisierenden Backsteinbau dar. Ein Stück flussabwärts befindet sich die Nikolaikirche im spätgotischen Stil. Erbaut zwischen 1381 und 1487 ist der Sakralbau das älteste Gebäude an der Frischen Grube. In unmittelbarer Nähe befindet sich das „Schabbelhaus“. Das Wohn- und Geschäftshaus des Bürgermeisters Hinrich Schabbel besaß auch eine Brauerei und wurde Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet. Später wurde das Haus auch als „Kochsche Brauerei“ bezeichnet. Heute befindet sich darin das „Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar“.

Über die Frische Grube führen mehrere Brücken, die durch ihren Baustil (Bogenbrücke) und ihre Verzierungen sehenswürdig sind. Die „Schweinsbrücke“ und die Brücke von der Bohrstraße zur Scheuerstraße stammen ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert. Die Schweinsbrücke wurde 1994 komplett saniert und besitzt seitdem passend zum Namen Schweineskulpturen aus Metall. An einem sonnigen Tag ist die Frische Grube der perfekte Ort für einen kleinen Spaziergang. (L.K.)

Sehenswürdigkeiten

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